Wie bringt man Web-Zeitschriften in ein eBook?



Bildschirminhalt erfassenIm Internet gibt es eine Menge kostenlose Zeitschriften oder Archive von Zeitschriften. Mit der Windows-Freeware epuper (http://www.epuper.de/) ist es möglich, Online-Ausgaben von Zeitschriften herunterzuladen und in ein eBook im ePub-Format zu konvertieren.

ePuper besitzt dafür einen Plugin-Mechanismus, für den es einige Plugins für bekannte Zeitschriften bereits gibt – z.B. Zeit, Focus, Spiegel, Brand Eins und das amerikanische Wired-Mag. Der Autor hat aber auch ein „SDK“ veröffentlicht, mit dem es möglich ist, mit C# oder VB.net eigene Plugins für die eigene Lieblingszeitschrift zu erstellen – so sie denn im Netz frei verfügbar ist.

Aber auch für die Erstellung von ePub-Dateien im Quelltext macht epuper eine gute Figur: Für das Authoring hat man freien Zugriff auf den Quelltext der Kapitel, wird aber beim Erstellen von Inhaltsverzeichnis und Metadaten gut unterstützt.

Der Name „epuper“ soll übrigens daher stammen, dass dem Autor alle anderen eBook-Erstellungstools zu anstrengend waren und er sich schnell, wie ein „Partypuper“, für eine eigene Veranstaltung entschieden hat.  Hat in diesem Fall nicht geschadet.

Weitere Formate für den Amazon Kindle


Auf einer Konferenz in New York hat Amazons Chef Jeff Bezos angekündigt, Kindle eBooks aus dem Amazon Kindle-Store auf möglichst vielen elektronischen Endgeräten verfügbar zu machen. Dadurch wird eine stärkere Trennung zwischen den Geschäftsbereichen eBook und dem Vertrieb der Hardware möglich, denn auch Nutzer anderer eBook-Reader sollen zukünftig vom vielfältigen Angebot im Kindle Shop profitieren können.

Eine weitere Neuerung soll die Öffnung der Kindle eBook-Reader für weitere eBook Formate sein. Neben dem Mobipocket Format soll damit auch das in Deutschland und Europa dominierende ePub-Format auf dem Kindle dargestellt werden können.

Bezos erklärte, dass fast jedes 3. Buch, das elektronische und Print Version vorliegt für den Kindle bestellt werden kann. Im Hinblick auf das Google Settlement erklärt der Amazon CEO, dass Google unbedingt sein Settlement im eBook-Sektor überarbeiten müsse, denn es sei nicht richtig, dass man wissentlich Urheberrechte verletzte und dafür auch noch Geld verdiene.

(via buchreport.de)

eBook-Formate: Mobipocket

Das MobiPocket-Format, lesbar mit der MobiPocket Reader-Software, ist ein binäres Format mit Unterstützung für Rechtemanagement. Unterschieden werden Mobipocket Formate mit DRM und ohne DRM. Mobipocket Formate ohne Digital Rights Managment können auf dem Amazon Kindle dargestellt, solche mit DRM nicht. Die kostenfreie Software der Amazon.com-Tochter Mobipocket eignet sich vorwiegend zur Verwaltung und Darstellung von eBooks, eNews, Texten und Publikationen. Der Vorteil von Mobipocket eBooks ist der, das dasselbe eBook auf einem Windows PC, auf vorwiegend kleineren mobilen Geräten wie PDAs oder Mobiltelefonen wie dem Blackberry gelesen werden kann.

Mobipocket Dokumente können mit der frei verfügbaren Software Mobipocket Creator erstellt werden. Als Import-Formate werden Word, PDF, HTML, TEXT und natürlich das hauseigene Mobipocket-Format unterstützt. Es gibt je nach Endgerät unterschiedliche Funktionalitäten: Dies sind insbesondere das Verwalten von Büchern und deren Metadaten, Zuordnung in verschiedene Kategorien, Scrollen oder Drehen der Ansicht, Lesezeichen. Die Hauptfunktion bleibt aber die Erstellung von eBooks, die mit dem Mobipocket Reader auf dem Smartphone gelesen werden können.

Adobe Digital Editions

Adobe Digital Editions: völlig kostenlos

Das kostenlose Programm Adobe® Digital Editions bietet vielfältige Möglichkeiten zur Anzeige und Verwaltung von eBooks und anderen digitalen Veröffentlichungen. Sie können digitale Inhalte herunterladen oder erwerben und wahlweise online oder offline lesen. eBooks mit Kopierschutz lassen sich ohne Probleme von jedem beliebigen PC auf andere Computer oder Geräte übertragen. Adobe Digital Editions ermöglicht das Organisieren der eBooks in einer benutzerdefinierten Bibliothek. Das Hinzufügen von Lesezeichen zu Adobe PDF- oder EPUB-Dokumenten erleichtert die Navigation innerhalb eines Dokuments. Digital Editions unterstützt unter anderem PDF/A und EPUB,  die branchenüblichen eBook-Formate.

Benutzeroberfläche von Adobe Digital Editions

Die übersichtliche Benutzeroberfläche wurde speziell für die Leser von eBooks entwickelt. Neben der normalen Leseansicht mit Inhaltsverzeichnis besteht die Möglichkeit zwischen verschiedenen Anzeigenmodus zu wählen: Einzelne Seiten, Doppelseiten, Optimale Breite oder die vom User selbst definierte Breite. Alle EPUB-Formate können ganz einfach in der Schriftgröße angepasst werden. Textstellen können ohne weiteres hervorgehoben und kommentiert werden.

Adobe eBook Bibliothek

In der kostenlosen Adobe eBook Bibliothek kann  eine umfassende Auswahl an kostenlosen digitalen Büchern und Zeitschriften - auch Romane und Sachbücher heruntergeladen werden, die in Digital Editions angezeigt werden. In der Bibliotheksansicht des Programms kann die Mediensammlung individuell und übersichtlich verwaltet und beispielsweise nach Titel, Autor oder Verlag sortiert werden. Miniaturansicht der Titelseiten können integriert und angezeigt werden und die Bücher in Regale einsortiert werden. So verwaltet man sein individuelles Medienarchiv wie eine öffentliche Bibliothek.

eBook Formate: EPUB

Das EPUB-Format  ist ein offener Standard für eBooks. EPUB ist eine Kurzform von „electronic publication” und ist ein internationaler Standart für eBooks.

Auf EPUB basierende eBooks erlauben eine dynamische Anpassung des Textes an die jeweilige Bildschirmgröße des Lesers und eignen sich damit insbesondere für die Ausgabe auf mobilen Endgeräten. Im Gegensatz dazu wird beispielsweise der Text beim PDF-Format wie im gedruckten Buch angezeigt. Bei kleinen Ausgabegeräten kann eine derartige Darstellung jedoch für den Leser unbefriedigend sein, falls er bei einer individuell angenehmen Anzeigegröße des Textes häufig hin- und herscrollen muss.

Das EPUB unterstützt das DRM (Digital Rights Management), dies bedeutet dass eBooks im EPUB-Format nicht ausgedruckt oder kopiert werden können – private Sicherheitskopien dürfen in diesem Format jedoch angefertigt werden.

Der EPUB-Standard wurde 2007 vom International Digital Publishing Forum (IDPF) entwickelt und basiert auf dem freien Standard XML. Es ist eine Zusammenfassung der drei offenen Standards:

  • Open Packaging Format (OPF) 2.0 für die Beschreibung der Struktur des .epub Files in XML,
  • Open Publication Structure (OPS) 2.0 für die Formatierung des Inhalts,
  • OEBPS Container Format (OCF) 1.0, welches die Dateien zusammenfasst als umbenannte Zip-Datei.

Alle eBooks im Dateiformat EPUB enden mit *.epub und können an jedem Computer gelesen werden. Wir empfehlen jedoch den Einsatz auf einem eBook Lesegerät. Geräte wie der Sony Reader PRS-505 unterstützen das EPUB Format und erleichtern Ihnen das Lesen der digitalen Dokumente.

Kopierschutz und Buchpreisbindung

Falls alle gekauften eBooks sind mit dem ungeliebten DRM-Kopierschutz versehen. Während ein gedrucktes Buch beliebig oft verliehen, weiterverschenkt oder sogar wieder weiterverkauft werden kann, kontrolliert das “Digitale Rechtemanagement” (DRM) die Einhaltung strenger Regeln: “Sie können bis zu sechs Computer oder mobile Geräte aktivieren und geschützte PDF-Dokumente gemeinsam auf ihnen verwenden”, heißt es im Onlineshop von Thalia. Der Börsenverein hingegen befürwortet das Verleihen im Freundeskreis, mithilfe eines digitalen Wasserzeichens in den elektronischen Büchern sollen aber die ursprünglichen Käufer identifiziert werden, falls eine Datei in einer Internettauschbörse auftaucht. Der Kopierschutz für E-Books bleibt ein spannendes Thema. Zur Einführung der elektronischen Bücher kündigte der Buchhandel massenhaft Klagen gegen Raubkopierer an. “Wir werden in aller Schärfe gegen den illegalen Download, gegen den Diebstahl im Internet, vorgehen” und “die Gerichte mit tausenden von Verfahren beschäftigen”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis. “Die Politik zwingt uns zu diesem Schritt.” Sie neige zur Bagatellisierung dieses “organisierten Verbrechens”. Um die Internetnutzer, die sich strafbar machen, ausfindig zu machen, solle “der Auskunftsanspruch auf den konkreten Namen des illegalen Down- oder Uploaders” genutzt werden, sagte Skipis. Bevor ein Strafverfahren eingeleitet wird, solle der Nutzer ein oder zwei Verwarnungen per eMail erhalten.

Darüberhinaus streitet die eBook-Branche darüber, ob für eBooks auch in Deutschland die Buchpreisbindung gelten soll. Was allerdings nicht heißen muss, dass eBooks genauso teuer verkauft werden wie herkömmliche Bücher. Allerdings gehen die deutschen Verleger sehr konservativ vor bei der Preisgestaltung. Der Geschäftsführer der Landesstelle Berlin-Brandenburg des Börsenvereins, Detlef Bluhm, ist jedoch der Meinung, daß es betriebswirtschaftlich wahnsinnig wäre, eBooks preiswerter als herkömmliche Bücher anzubieten. Zwar spart man den Prozess der körperlichen Herstellung, hat bei eBooks durch Digitalisierung und Server eine andere Kostenstruktur. Es könnte allerdings schwierig werden, diese Kosten dem Kunden zu vermitteln. So verdankt Apples digitaler Musikshop iTunes seinen riesigen Erfolg auch den Preisen, die konsequent unter denen von physischen Datenträgern liegen.