Wie bringt man Web-Zeitschriften in ein eBook?



Bildschirminhalt erfassenIm Internet gibt es eine Menge kostenlose Zeitschriften oder Archive von Zeitschriften. Mit der Windows-Freeware epuper (http://www.epuper.de/) ist es möglich, Online-Ausgaben von Zeitschriften herunterzuladen und in ein eBook im ePub-Format zu konvertieren.

ePuper besitzt dafür einen Plugin-Mechanismus, für den es einige Plugins für bekannte Zeitschriften bereits gibt – z.B. Zeit, Focus, Spiegel, Brand Eins und das amerikanische Wired-Mag. Der Autor hat aber auch ein „SDK“ veröffentlicht, mit dem es möglich ist, mit C# oder VB.net eigene Plugins für die eigene Lieblingszeitschrift zu erstellen – so sie denn im Netz frei verfügbar ist.

Aber auch für die Erstellung von ePub-Dateien im Quelltext macht epuper eine gute Figur: Für das Authoring hat man freien Zugriff auf den Quelltext der Kapitel, wird aber beim Erstellen von Inhaltsverzeichnis und Metadaten gut unterstützt.

Der Name „epuper“ soll übrigens daher stammen, dass dem Autor alle anderen eBook-Erstellungstools zu anstrengend waren und er sich schnell, wie ein „Partypuper“, für eine eigene Veranstaltung entschieden hat.  Hat in diesem Fall nicht geschadet.

Adobe Digital Editions

Adobe Digital Editions: völlig kostenlos

Das kostenlose Programm Adobe® Digital Editions bietet vielfältige Möglichkeiten zur Anzeige und Verwaltung von eBooks und anderen digitalen Veröffentlichungen. Sie können digitale Inhalte herunterladen oder erwerben und wahlweise online oder offline lesen. eBooks mit Kopierschutz lassen sich ohne Probleme von jedem beliebigen PC auf andere Computer oder Geräte übertragen. Adobe Digital Editions ermöglicht das Organisieren der eBooks in einer benutzerdefinierten Bibliothek. Das Hinzufügen von Lesezeichen zu Adobe PDF- oder EPUB-Dokumenten erleichtert die Navigation innerhalb eines Dokuments. Digital Editions unterstützt unter anderem PDF/A und EPUB,  die branchenüblichen eBook-Formate.

Benutzeroberfläche von Adobe Digital Editions

Die übersichtliche Benutzeroberfläche wurde speziell für die Leser von eBooks entwickelt. Neben der normalen Leseansicht mit Inhaltsverzeichnis besteht die Möglichkeit zwischen verschiedenen Anzeigenmodus zu wählen: Einzelne Seiten, Doppelseiten, Optimale Breite oder die vom User selbst definierte Breite. Alle EPUB-Formate können ganz einfach in der Schriftgröße angepasst werden. Textstellen können ohne weiteres hervorgehoben und kommentiert werden.

Adobe eBook Bibliothek

In der kostenlosen Adobe eBook Bibliothek kann  eine umfassende Auswahl an kostenlosen digitalen Büchern und Zeitschriften - auch Romane und Sachbücher heruntergeladen werden, die in Digital Editions angezeigt werden. In der Bibliotheksansicht des Programms kann die Mediensammlung individuell und übersichtlich verwaltet und beispielsweise nach Titel, Autor oder Verlag sortiert werden. Miniaturansicht der Titelseiten können integriert und angezeigt werden und die Bücher in Regale einsortiert werden. So verwaltet man sein individuelles Medienarchiv wie eine öffentliche Bibliothek.

eBook Formate: EPUB

Das EPUB-Format  ist ein offener Standard für eBooks. EPUB ist eine Kurzform von „electronic publication” und ist ein internationaler Standart für eBooks.

Auf EPUB basierende eBooks erlauben eine dynamische Anpassung des Textes an die jeweilige Bildschirmgröße des Lesers und eignen sich damit insbesondere für die Ausgabe auf mobilen Endgeräten. Im Gegensatz dazu wird beispielsweise der Text beim PDF-Format wie im gedruckten Buch angezeigt. Bei kleinen Ausgabegeräten kann eine derartige Darstellung jedoch für den Leser unbefriedigend sein, falls er bei einer individuell angenehmen Anzeigegröße des Textes häufig hin- und herscrollen muss.

Das EPUB unterstützt das DRM (Digital Rights Management), dies bedeutet dass eBooks im EPUB-Format nicht ausgedruckt oder kopiert werden können – private Sicherheitskopien dürfen in diesem Format jedoch angefertigt werden.

Der EPUB-Standard wurde 2007 vom International Digital Publishing Forum (IDPF) entwickelt und basiert auf dem freien Standard XML. Es ist eine Zusammenfassung der drei offenen Standards:

  • Open Packaging Format (OPF) 2.0 für die Beschreibung der Struktur des .epub Files in XML,
  • Open Publication Structure (OPS) 2.0 für die Formatierung des Inhalts,
  • OEBPS Container Format (OCF) 1.0, welches die Dateien zusammenfasst als umbenannte Zip-Datei.

Alle eBooks im Dateiformat EPUB enden mit *.epub und können an jedem Computer gelesen werden. Wir empfehlen jedoch den Einsatz auf einem eBook Lesegerät. Geräte wie der Sony Reader PRS-505 unterstützen das EPUB Format und erleichtern Ihnen das Lesen der digitalen Dokumente.