Meconomy – neue Wege der Vermarktung

Meconomy2Neue Wege in der Buch-Vermarktung geht der Journalist und Sachbuchautor Markus Albers. Der Berliner, der seine Arbeiten bereits in Vanity Fair, Spiegel, Stern, SZ-Magazin und der Welt am Sonntag veröffentlicht hat, veröffentlicht sein neues Werk „Meconomy“ zunächst als eBook und iPhone App.
„Gerade weil es davon handelt, dass wir heute viele klassische Institutionen nicht mehr brauchen, sondern Dinge selbst in die Hand nehmen können, und weil ich den Beweis mit diesem Buch selbst antreten möchte“ sucht sich Markus Albers seine Leser selbst. Alles ohne einen großen Verlag als Sparringspartner. Ähnliche Wege gingen in den USA bereits Autoren die sich als Booksview-Cafe zusammengeschlossen haben. Ohne Verlage publizieren die Autoren Ihre Bücher direkt für den Kindle.
Neben den Entwicklungen im eBook-Reader Markt mit immer besseren und neueren eBook-Readern ist für Markus Albers vor allem die Geschwindigkeit von Vorteil. „Mein Verlag hätte bis zum kommenden Herbst gebraucht, es zu drucken und in die Buchhandlungen zu bringen – also fast ein Jahr. Die Thesen sind aber jetzt aktuell und sie sollen jetzt diskutiert werden können.“

Meconomy3Das eBook wird im gängigen ePub-Format erscheinen und ist auf den meisten eBook Lesegeräten darstellbar. „Meconomy“ ist entweder direkt über die Webseite von Markus Albers im Pdf-Format bestellbar und damit auch an allen Rechner mit Adobe Digital Edition lesbar. Im iTunes Store gibt es die passende App fürs iPhone, die vom Berliner Unternehmen Texttunes entwickelt wurde.

Ob das Buch jemals auf Papier erscheint ist noch unklar. Es zuerst digital zu veröffentlichen ist auch für den Berliner Autor ein Experiment, auf dessen Ausgang man gespannt sein darf. Das Buch verbreitet sich vornehmlich über Mund-zu-Mund-Propaganda. Die Leser finden, so hofft Markus Albers, das Buch.

Comments

  1. Und ich suche das Buch bei Amazon.de. Da kann ich ja noch lange Suchen. 

  2. PvC says:

    Solche Meldungen klingen zuerst immer ganz nett. Was mir aber jedes Mal fehlt – eine wichtige Info für Autoren:
    1. Welche Kosten kommen auf einen Einzelautor zu
    - durch die Technik
    - durch die professionelle Aufbereitung wie z.B. Lektorat, Grafik etc.
    2. Wie “einfach” ist es für Autoren, ein Ebook selbst herauszugeben?
    Schließlich muss es sich auch rechnen, auf einen Verlag zu verzichten, der einen sonst bezahlt!
    Bisher habe ich noch von keinem Nicht-Prominenten gehört, dass dieser Weg bedenkenswert wäre. Dagegen von Kollegen, die es versuchten, wie ungangbar. Auch texttunes spricht auf der Webseite nur Verlage an…

  3. @PvC Es ist viel einfacher und günstiger als früher aber nicht umsont – das sage ich ja auch immer. Man muss bereit sein, ein unternehmerisches Risiko zu tragen und dann auch viel Marketing und Pressearbeit selbst zu machen. Konkret:

    – Über Diensteister wie E-Junkie kann man den Verkauf seines digitalen Contents automatisieren. Das kostet mich 5 Dollar im Monat.
    – eine Website einzurichten kostet zwischen 500 und 1500 Euro, je nachdem wie professionell die Gestalter sind. Ich habe da lieber etwas mehr investiert und finde, es hat sich gelohnt.
    – Was Lektor, Korrektorat, Satz und Titelgestaltung angeht, bin ich als Journalist sicher im Vorteil, weil ich viele dieser Experten persönlich kenne und mir Kollegen mir einen Freundschaftspreis gemacht haben. Mir ist klar, dass das nicht für jeden so geht. Sich im weiteren Bekanntenkreis umzuhören und ggf. über Online-Marktplätze für Freelancer (wie Elance.com) zu suchen ist aber für jeden Autor möglich. Ich empfehle, auch hier auf Qualität zu setzen.
    – Marketing: Ein Blog aufzusetzen (z.B. über WordPress) kostet nichts, auf Twitter oder Facebook das Buch zu bewerben ebensowenig. Andere Blogger und Journalisten ansprechen, die über das Buch berichten, muss man dann eben selbst tun. Gerade online ist es aber relativ einfach, auf Seiten, die sich mit verwandten Themen beschäftigen, Gastbeiträge und Interviews zu platzieren. Wichtig: Authentisch auftreten, nicht zu verkäuferisch oder werblich.
    – PDF-Vertrieb über die eigene Website geht für jeden. Eine ISBN-Nummer kann man sich besorgen und dann das Buch in E-Book-Shops stellen. Amazon bietet seit ein paar Tagen an, Bücher in den Kindle-Shop hochzuladen – ich werde das auch noch tun
    – Fazit: Mich hat das Buch bisher einen niedrigen viersteligen Betrag gekostet. Dafür verdiene ich pro verkauftem Exemplar zwischen 4 und fast 10 Euro. Ich muss – je nach Plattform – etwa 300 bis 500 verkaufen, um den Break Even zu erreichen. Danach ist alles Gewinn.
    – Zugegeben: Man muss schon etwas experimentierfreudig sein und auch recherchieren sowie auf Menschen zugehen mögen, um das so zu machen wie ich.”Einfach” ist es nicht, aber dramatisch “einfacher” als noch vor kurzem. Mir macht es sehr viel Spaß.

  4. PvC says:

    @Markus Albers: Haben Sie ganz herzlichen Dank für diese übersichtliche und offene Einführung! Ich hatte mich bei den Medienberichten allgemein geärgert, dass das “Verlegen ohne Verlag” so kinderleicht und einfach hingestellt wird – Ihr Beitrag hier rückt das endlich in ein realistisches Licht.

    Wenn ich richtig rechne, ist solch ein Ebook also derzeit billiger als Druck im PoD-Verfahren, bei “normalen” Preisen für einen hauptberuflichen “Nur-Buchautor” jedoch unerschwinglich – wenn man denn professionell (Lektorat, Grafik etc.) arbeiten will. pdf als “abgespeckte ” Version wäre allerdings ein Experimentieren auch bei Kleinstbudgets wert.

    Die große Hürde ist natürlich das unternehmerische Risiko. Bei einem Verlag kann ich erst einmal vom Vorschuss zehren, ob sich das Buch nachher verkauft oder nicht. Bei solch einem Ebook muss ich zum Multitalent mutieren und nicht nur fürs Schreiben arbeiten. Allerdings stellt sich der Gewinn auch schneller ein.

    So einfach, wie es in der Presse dargestellt wird, ist es also bei weitem nicht – die wenigsten Autoren kennen sich mit PR, Medien, Buchgestaltung etc. aus – da wird viel zu lernen sein, um Geld zu sparen. Wir Berufsschreiber sind hier klar im Vorteil. Ich kann mir ausmalen, wie viel Vorarbeit Sie in dieses Projekt gesteckt haben und wieviel noch hineinstecken werden – das ist eigentlich Arbeit für zwei…
    Ich glaube aber wie Sie, dass dieser Weg gerade im Sachbuchbereich hochspannend ist, allein wegen der Schnelligkeit und Aktualität.
    Vor allem wird es dort eine Alternative werden, wo Verlage noch zu risikoscheu und abwartend gegenüber Ideen sind.

    Nochmals herzlichen Dank – ich werde das gleich in meinem Blog verlinken – es wird noch viele Autoren interessieren. Für Ihr Buch wünsche ich viel Erfolg – bei dem spannenden Thema wird es den auch sicher haben!
    Petra van Cronenburg

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