Meter statt Zoll – auch bei eBook Readern

Die Hessische Eichdirektion mahnt Unternehmen zur Verwendung von metrischen Größenangaben, denn im Handel werden Verbraucher oft mit nicht einheitlichen Größenangaben konfrontiert. Vielfach seien Verbraucher verwirrt, wie das Eichamt in seiner Pressemitteilung sagt:

• Ist der 56 cm Fernsehbildschirm größer als der “22 Zoll” Computermonitor mit eingebautem Fernsehempfänger?

• Wie groß ist eigentlich ein “2,8 Zoll” Bildschirm Digitalkamera oder der “3,2 Zoll”-Bildschirm eines Navigationsgeräts?

• Was ist eine “4oz Leiterplatte”?

Hier liegen Verstöße gegen das Einheiten- und Zeitgesetz vor. Nach dem “Gesetz über die Einheiten im Messwesen und die Zeitbestimmung” müssen im amtlichen und geschäftlichen Verkehr Größen in gesetzlichen Einheiten angegeben werden. Für die Größe “Länge” wurde die Einheit Meter festgelegt. Die in diesem Zusammenhang von vielen eBook-Reader Herstellern verwendete Angabe “Zoll” oder “Pixel” zur Beschreibung der Displaygröße ist im genannten Gesetz nicht genannt.

Die Verwendung von anderen als den gesetzlichen Einheiten und damit auch die Verwendung der Angabe “Zoll” ist verboten – allerdings ist die zusätzliche Verwendung von anderen Einheiten gestattet, wenn die Angabe in der gesetzlichen Einheit, also in Meter, hervorgehoben ist. Auch eBook-Reader Hersteller werden von dieser Änderung betroffen sein. Beim Sony PRS 600 müsste die Displaygröße dann zum Beispiel so aussehen: 15 cm (6“)!

Wie lange das Nebeneinander von “Zoll” und “Meter” dann noch gestattet sein wird, bleibt offen. Hersteller und Händler sind aufgerufen, die Beschriftung der Produkte und die Werbung dafür umzustellen. Langfristig wohl auf Angaben in der gesetzlichen Einheit.

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