Kindle: Herausforderung bei internationalen Titeln

Der Kindlewird immer mehr zum Liebling der deutschen Lesenratten. Keine Bücher mehr notwendig, alles wird auf dem Kindle bereitgestellt. Man spart Platz und hat sein Bücherregal immer dabei. Benötigt man dafür zukünftig mehrere eBook-Reader?

Diese Frage stellt Peter Köllner in seinem Artikel über die Gefahren beim Umstieg auf eBooks.

Was war passiert?

Peter Köllner hat über seinen US-Amazon-Account einen Kindle bestellt, der auch ziemlich schnell geliefert wurde. Gleich darauf wurden ersten eBooks bestellt.  Erste eBooks waren “2600 – The Hacker Quarterly”, die es im Kindle-Store als Abonnement gibt.

Doch relativ zügig kamen die ersten Zweifel auf, ob der Kindle die richtige Plattform seine Zweck sein kann. Es stellte sich heraus, dass viele der Bücher und Zeitschriften, die in Deutschland bei Amazon erhältlich sind, in den USA nicht gekauft werden können. Sein Kindle ist an den US-Shop gekoppelt und nicht an den Deutschen Amazon-Store.

Kurz nachdem Amazon einen Shop in Spanien öffnete ging das Problem weiter. Beim Versuch, Bücher aus dem Kindle-Store Spanien zu kaufen wurde der Kindle-Nutzer aufgefordert seinen Kindle für Spanien umzuregistrieren. Dies ist jedoch mit der Gefahr verbunden, dass man seine vorhandenen Abos beendet und zwar einschliesslich der Möglichkeit, auf bestehende Ausgaben zuzugreifen. Trotz bezahlten Inhalten keine Möglichkeit mehr auf sein Bücherregal zuzugreifen. Quasi eine Verbot, seine Inhalte anzuschauen.

Im Worst Case bedeutet dies, dass es am Ende nicht möglich sein wird, Bücher zu kaufen, die außerhalb der eigenen Landesgrenzen auf den Markt kommen – eine schlimme Vorstellung einer “parzellierten Welt, in der es dann ein ernstes Vergehen sein wird, Bücher zu schmuggeln”, so Köllner.

Dann die Probe aufs Exempel. Einkauf bei Amazon Spanien, inklusive der Ummeldung des Kindles. Amazon stellte daraufhin das Abo des 2600 Magazins ein, weil dieses auf die US-Mitgliedschaft registriert war.

Was passiert beim Schließen des Amazon-Accounts?

Neben dem Zugang zu Zusatzdiensten wie audible.com verliert man auch den Kindle Content, der auf den Account gekauft wurde. Auf diesem Weg hat Peter Köllner rund 20 Bücher verloren, die neu zu kaufen wären falls er sie nochmals lesen möchte.

Viel Schlimmer aber folgendes:  Entscheidet man sich für einen Kindle und damit für das geschlossene „Amazon Ökosystem“ und liest nebenbei gerne Bücher aus verschiedenen Ländern, müsste man sich mehrere Kindles anschaffen. Diese alle unter verschiedenen Änderanschriften registrieren und nimmt statt Büchern seine Kindle-Sammlung mit auf Reisen.

Amazon.com – mehr Kindle Books als Printbücher

Einen neuen Rekord meldet der US-Buchhändler Amazon.com zum Weihnachtsfest. Erstmals verkauft der Kindle Store mehr Titel als physiche Bücher auf amazon.com verkauft wurden.

Bereits im November meldete Amazon.com Rekordzahlen, deren wesentlicher Treiber der Kindle Reader war. Der Kindle ist seit 2 Monaten das meistverkaufte Produkt im kompletten Amazon-Sortiment und ziert seit Wochen die vielbesuchte Startseite. Spitzentag war der 14. Dezember, rechtzeitig zum Fest haben die Amazon-Kunden ihre Bestellungen aufgegeben, in der Spitzenzeit waren dies weltweit ca. 110 Produkte pro Sekunde.

Verwunderlich ist die Kindle-Nachricht keineswegs: Der Kindle wurde bis zum Weihnachtsfest regelrecht in die Wohnzimmer der Kunden gepusht. Über die Weihnachtstage haben sich viele Kindle-Neukunden mit dem Gerät auseinandergesetzt und die ersten Kindle-Bücher online gekauft. Für viele war der Kindle ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Amazon bald mit eigenen Filialen

Der weltweite größte Online-Buchhändler Amazon.com plant die Eröffnung von eigenen Filialen und damit den Shift von Online zu Offline. Wie Timesonline unter Berufung auf britische Immobilienmakler berichtet, ist Amazon in geheimer Mission auf der Suche nach passenden Immobilienobjekten um den Verkauf über seine Webseite zu unterstützen.

Amazon möchte damit einem wachsenden Kundenwunsch nachkommen, bei dem Kunden online kaufen und die Ware im Geschäft abholen möchte – und zwar dann wenn es dem Verbraucher am besten passt.

Der britische Einzelhändler Argos wickelt bereits 18% seiner Verkäufe auf diesem Weg ab, für das Vorweihnachtsgeschäft wird sogar mit einem noch höheren Anteil gerechnet. Da Amazon in der Zwischenzeit nicht mehr ausschließlich CDs und Bücher anbietet wird der stationäre Handel immer wichtiger. Amazon sucht deshalb nach Verkaufsflächen außerhalb der Innenstädte, die über große Parkflächen verfügen und für die Verbraucher leicht zu erreichen sind.

Nicht nur mit Hilfe des Amazon Kindle schreibt das US-Unternehmen Rekordzahlen. Den Auslandsumsatz konnte Amazon im 3. Quartal 2009 um über 33% steigern, der Quartalsgewinn stieg um mehr als 50%.

<via timesonline.co.uk>

Kindle beschert Amazon einen Rekord-November

Der Kindle wird zum beliebtesten Produkt bei Amazon, und dies nicht nur im Elektronikbereich. Wie das US-Unternehmen gestern verkündete, war der gerade zu Ende gegangene November der erfolgreichste Monat im Leben des Kindle. Einkäufe des “Cyber Monday” waren dabei noch nicht mit eingerechnet. Der “Cyber Monday” ist der auf den Black Friday folgende Montag und ein weiteres Synonym für die vorweihnachtlichen Einkäufe in den USA. Der Einkaufswagen wird an diesen Tagen häufig mit Elektroartikeln bestückt..

“Der Kindle ist ein wunderbares Geschenk für jeden der gerne liest und verkauft sich besser als jedes andere Produkt das Amazon verkauft”, sagt Ian Freed, bei Amazon verantwortlich für den Kindle. Kunden in den USA scheinen nicht nur einen sondern gleich mehrere Kindles in ihren Einkaufswagen zu legen um damit Familie, Freunden und Bekannten eine Freunde zu machen. Sogar kleine Unternehmen kaufen das Amazon Lesegerät in großen Mengen für Ihre Angestellten und Kunden.

Seit Oktober ist der Kindle auch in Deutschland zu kaufen, ein kleiner Teil des US-Rekordergebnissen geht mit Sicherheit auch auf den internationalen Verkaufsstart zurück. Nachdem Txtr ankündigte, seinen Txtr Reader zunächst ohne WLAN auf den Markt zu bringen, ist der Kindle der günstigste eBook-Reader mit WLAN der in Deutschland zu kaufen ist.

<via amazon.com>

Amazons Kindle unterstützt nun auch PDF-Format

Ein angekündigtes Software-Update für den Amazon Kindle bringt einige Verbesserungen für die Kindle-Serie. Neben einer längeren Akkulaufzeit und einer Veränderung an der Bedienung ist die wichtigste Message wohl das Angebot eines PDF-Readers. Dies ist völlig neu, denn bisher unterstützen die Amazon Geräte lediglich das Kindle-eigene eBook-Format.

Bisher mussten PDF-Dokumente per eMail an die @kindle.com Adresse zur Convertierung gesendet werden und konnten dann erst auf dem Kindle gelesen werden. Durch die neue PDF-Unterstützung zeigt der Kindle nun alle gängigen PDF-Dokumente an ohne das Format zu verlieren.
PDF sind neben dem gängien ePub-Format der Quasi-Standart für eBooks. Neben der Bedeutung von PDFs gerade im Wissenschaftlichen Bereich untersützen fast alle in Deutschland erhältichen eBook-Reader dieses Format. Die Kollegen von Pressetext vormuten hinter diesem Update einen cleveren Amazon Schachzug für das Weihnachtsgeschäft. Der Nook-Reader von Barnes & Noble, einer der größten Konkurrenten im US-Geschäft, setzt auf das PDF-Format. Leider ist der Nook bereits ausverkauft und Kunden können sich lediglich Gutscheine für das Lesegerät sichern. Da der Kindle nun auch PDF unterstützen wird, gibt es für US-Kunden einen Grund weniger auf den Nook im neuen Jahr zu warten. Besser ist ein Amazon eReader unter dem Weihnachtsbaum.

< via amazon.com>

Dan Brown beschert Rekord-Erlöse

Dan Browns eBook “The Lost Symbol” hat dem digitalen Buchgeschäft Rekordumsätze beschwert. Wie das US-Unternehmen Random House meldet, stiegen die eBook-Umsätze im ersten Halbjahr 2009 um mehr als 400%.

Die Dan Brown eBook-Version macht mit ca. 5% nur einen kleinen Teil aller Buchabsätze von “The Lost Symbol” aus. Doch welchen Einfluss die Digitalisierung der Bücher hat, zeigt die enorme Umsatzsteigerung: allein die Titel aus dem Amazon Kindle Store bescheren einen Zuwachs um knappe 700% auf 22,6 Millionen US-Dollar. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum lieferten die Kindle Umsätze lediglich 2,9 Millionen US-Dollar zum Random House Gesamtergebnis.

<via buchreport.de>

Amazon Kindle Fälschungen

KindleDie Fachleute haben nur darauf gewartet. Nun ist es soweit.

Chip-Online berichtet über eine Studie, die u.a. Onlineshops und Onlineauktionen untersucht hat. Es wurden offensichtlich eine ganze Reihe von Imitaten und Fakes gefunden.

Zu Erkennen sind die Fälschungen, wenn es sich um außergewöhnliche Formen und Farben oder gar andere Modelle handelt, die von Amazon so nicht vertrieben werden.

Wird in einer Versteigerung allerdings ein Orginalbild und der Auszug eines Origaltextes verwendet, dürfte eine Identifikation eines Nachbaus schwierig werden.

Einziger Tipp – wenn man ihn den so bezeichnen kann: Vorsicht bei besonders günstigen Angeboten!

Bildquelle: amazon.de
[via chip.de]

Auch Kindle DX wird international

Amazons Ankündigung zu Beginn der Woche, den eBook Reader Kindle 2 rund zwei Jahre nach Markteinführung endlich nach Deutschland zu bringen sorgte für viel Aufregung und Freude bei den eBook Fans. Nun kündigte Firmensprecher Drew Herdener an, dass auch der größere Bruder Kindle DX bald in den internationalen Verkauf gehen soll. “Irgendwann 2010″ gab der Amazon Firmensprecher als Richtwert der Internationalisierung an.

Der Kindle DX kostet momentan bei Amazon rund 489 US-Dollar im Vergleich zu 279 US-Dollar für den kleineren Bruder. Ein wesentlicher Unterschied zum Kindle2 ist das größere Display von 9,7″. Durch dieses fast DIN A4 große Format des Kindle Readers ist dieser in den USA vor allem für Studenten oder Zeitungsleser interessant. Inhalte wie Zeitungen können auf dem großen Screen auch im Querformat dargestellt werden.

Ob auch auch die internationale Version des Kindle DX beim Preis zulegen wird, darf man vermuten. Anzunehmen ist, daß Amazon die Erfahrungen der Markteinführung des Kindle 2 in Deutschland in die Preisgestaltung einfliessen lassen wird. Schwer wird es aber für deutsche eBook Lesegeraete. Die Berliner eBook-Reader Schmiede Txtr möchte seinen Reader zum Start der Buchmesse in Frankfurt vorstellen, der zunächst angekündigte Preis “leicht über dem Marktdurchschnitt” dürfte wohl aufgrund der Vielzahl an neuen, kabellosen eBook Readern schwer zu realisieren sein.

<Bildmatrial von amazon.com>

Amazon Kindle bald auch in Deutschland

Rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse erfreut Amazon Chef Jeff Bezos die eBook-Reader Fans mit der Meldung, den Kindle zukünftig auch in Deutschland anzubieten. Der US-Konzern will sein Kindle Programm jenseits der USA ausweitern und liefert sein eBook-Lesegeraet auf einen Schlag in über 100 Länder weltweit. Zunächst war man nur davon ausgegangen, dass der Kindle nur in Großbritannien eingeführt werden soll.

Ab sofort kann der Kindle auf dem US-Portal amazon.com vorbestellt werden – direkt nach der Buchmesse startet die Auslieferung des eBook-Readers. Auch der Preis wir nochmals gesenkt, die US-Version wird laut einem Bericht von buchreport.de für 259 Dollar (ca. 176 Euro), die internationale Version für 279 Dollar (ca. 190 Euro) in den Verkauf gehen. Leider erhöhen Porto- und Zollgebühren den Preis noch etwas, so daß man in Deutschland mit einem Endpreis von ca. 250 Euro rechnen kann.

Der einzige deutschsprachige Inhalt, der derzeit auf dem Kindle-Reader verfügbar ist, ist die Online Ausgabe der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung), die wie andere digitale Zeitungen über amazon.com vertrieben wird. Neben dem Einstieg des Kindle in deutschen Markt dürfte vor allem die Lizenzierung von eBooks und digitalen Inhalten in deutscher Sprache ein Thema auf der Frankfurter Buchmesse werden.

Damit bringt nun auch Amazon eine kabelloses eBook-Lesegerät auf den deutschen Markt und konkurriert mit dem deutschen Hersteller Txtr, der wohl auch am kommenden Mittwoch seinen Start in Deutschland bekannt geben wird. Neben dem drahtlosen Sony-Reader, der zunächst noch nicht in Deutschland zu kaufen sein wird, erwartet man auch von Vodafone einen Reader, der eBooks per Mobilfunk überträgt. Mit welchem Mobilfunkanbieter Amazon in Deutschland starten wird, ist noch nicht klar. Verhandlungen mit Vodafone und T-Mobile waren zu Jahresbeginn als gescheitert gemeldet.

<Bildmatrial von amazon.com>

Dan Brown´s eBook-Anteil bei 5%

Zum Verkaufsstart des neuen Dan Brown Romans “The Lost Symbol” (zum Start der Frankfurter Buchmesse im Oktober auch in Deutschland erhältlich) überholten die Verkaufszahlen der eBook Version die der Hardcover Ausgabe. Für viele eBook-Enthusiasten war dies der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Man stellte sich die Frage, ob Dan Brown das Zeitalter der eBooks einläuten würde.

Doch dieser Augenblick dauerte leider nur 48 Stunden. Mittlerweile sind über 2 Millionen Ausgaben von „The Lost Symbol“ („das verlorene Symbol“) in den USA, Kanada und Großbritannien verkauft. Dabei schaffte es Dan Browns neuer Roman den Rekord von Bill Clintons „My Life“ zu brechen, der die Rekordmarke von 2 Millionen Büchern in der ersten Woche aufstellte. Nach Angaben von Suzanne Herz, Veragssprecherin der Random House Tochter Double Play, macht der Anteil an eBooks bisher nur ca. 5% aus.

eBook-Verkaufszahlen sind nach wie vor niedrig, durch Geräte wie den Amazon Kindle erlebt die Branche jedoch einen Aufschwung. Noch immer wartet man auf die Killer Applikation die dem Markt einen Aufschub gibt. Dies kann ein toller eBook-Reader oder ein bahnbrechender Titel wie der neue Roman von Dan Brown sein, der eBooks noch stärker in den Vordergrund rückt. Bei „Lost Symbol“ sah dies zunächst so aus, doch die Erwartungen wurden leider gedämpft. Wahrscheinlich ist, dass einige Dan Brown-Fans den neuen Roman sofort und schnell wollten, und sich zunächst die eBook-Ausgabe kauften.

Fans aus Deutschland können schon heute die ersten 3 Kapitel vom „verlorenen Symbol“ bei Weltbild.de lesen. Auf die Hardcover-Version müssen wir noch bis zur Buchmesse in Frankfurt warten.