Telekom verkauft eBook-Reader in Ungarn

Hanon ebook Reader

Hanon ebook Reader

Die T-Mobile Ungarn startet mit einem eigenen eBook Reader ins Weihnachtsgeschäft. Für 59,990 Ungarische Forint ist seit 01. Dezember ein Hanvon N516 E-Book-Reader erhältlich. Dies sind umgerechnet 222 Euro für ein 5“ Gerät ohne jegliche Extras. In Deutschland ist das Gerät von Hanvon für weniger als 190 Euro zu kaufen.
Ein eBook-Reader ist eine sinnvolle Ergänzung für einen Mobilfunkanbieter . Von Vodafone erwartet man zur Cebit im kommenden Jahr einen eigenen eBook-Reader und eine eigene eReader Plattform. Hierzulande kommen vom Bonner Unternehmen noch keine Signale für ein eigenes eBook-Lesegerät. Mit dem iPhone hat die Deutsche Telekom bereits einen quasi eReader im Produktsortiment. Gegenüber einem echten eBook-Reader hat das iPhone mit seinem 3,5“ Display den Vorteil dass der Besitzer es stets ins seiner Jacken- oder Hosentasche dabei hat. Im aktuellen iPhone Werbespot wird die eBook-Funktion sogar explizit gezeigt. Zudem gibt es zahlreiche Apps, die das mobile Lesen unterstützen.

Warum die Telekom in Ungarn auf ein vergleichsweise „Low Budget“ eBook-Lesegerät ohne Mobilfunkanbindung setzt ist unklar. Richtig ist jedoch die Positionierung eines eReaders als Ergänzung zum vernetzten Leben. Man ermöglicht den Nutzern auch unterwegs den Zugang zu Inhalten und Diensten. In Ungarn wird das Gerät zunächst als Ergänzung zu einem Internet oder Festnetzanschluss angeboten, die Laufzeit des Vertrags hängt von der Dauer des Internetvertrags ab. Kosten für Datenübertragungen fallen nicht an, da Inhalte nur per USB-Kabel auf das Endgerät gespielt werden können.

<via telekom.de>

Txtr Reader im Preis gesenkt aber ohne WLAN

Mit der Meldung einer Preissenkung überrascht der Berliner eReader Hersteller seine Interessenten noch vor dem Start der offiziellen Vorbestellphase am 01. Dezember. Das offiziell zur Frankfurter Buchmesse vorgestellte Gerät wird nicht wie angekündigt 319 Euro sondern für 299 Euro an den Start gehen. Für die 20 Euro mehr im Geldbeutel müssen die Nutzer allerdings auf das Kernfeature des Txtr Readers verzichten: die erste Generation des Lesegeräts wird ohne WLAN ausgeliefert.

Laut Txtr-Pressemitteilung reagiert man damit auf vielfachen Kundenwusch und stellt sich wie kompetitiv zu Amazon und Sony auf. Wirklich? Gerade dieses Alleinstellungsmerkmal eines deutschen eReader Herstellers wurde lange von der eReader Fangemeinde herbeigesehnt. Erste Reaktionen dazu stossen in der eReader Community Txtrblog.de auf große Enttäuschung. Stimmen wie:

“Für mich stellt das fehlende WLAN ein absolutes KO-Kriterium dar”
“Na, das die das jetzt noch als Wunsch des Publikums und Preissenkung verkaufen wollen, find ich echt uncool”
“Damit hat sich der txtr wohl auch für mich erledigt”

sind keine Seltenheit.
Der Vergleich mit Amazon und Sony hinkt. Die internationale Version des Kindle kommt für einen deutlich günstigeren Preis als der Txtr Reader. Ein vergleichbares Sony-Modell, der PRS 505 ist bereits für weniger als 200 Euro erhältlich.
Warum man bei Txtr jetzt diese Kehrtwende macht, bleibt völlig unklar. Ronnie Vuine schreibt im offiziellen Txtr Unternehmensblog über die Gründe für die Preissenkung: “Da wir Mobilfunk in jedem Fall machen wollen — ein Gerät mit Onlineverbindung, die nicht konfiguriert werden muß, ist so viel einfacher zu bedienen als eins ohne — blieb nur, WLAN zu opfern. WLAN ist für Laien äußerst schwer zu konfigurieren, und bei einem Gerät ohne Tastatur wären öffentliche Hotspots ohnehin unzugänglich geblieben.”
Bereits registrierte User erhalten laut Txtr Unternehmenswebseite bereits morgen zum Start eine eMail mit dem Link zur direkten Bestellung. Ob das Interesse am Txtr Reader weiterhin so groß sein wird, bleibt abzuwarten. Da bereits viele Vorbestellungen für den Reader vorliegen ist ebenfalls unklar, ob neue Interessenten ihr Lesegerät noch vor Weihnachten erhalten werden.

eReader Nook bereits ausverkauft

Barnes & Noble meldet bereits kurz nach dem Verkaufsstart den ersten Lieferengpass bei seinem eBook-Reader Nook. Neue Bestellungen werden erst ab 04. Januar ausgeliefert und schaffen es nicht mehr unter den Weihnachtsbaum. Mary Ellen Keating, Sprecherin von Barnes & Noble erklärte heute, dass die für 259 U$ im Handel erhältlichen Geräte bereits ausverkauft sind und man trotz massiver Produktionserweiterung die Kunden im Weihnachtsgeschäft lediglich mit Gutscheinen versorgen kann.

Einen ähnlichen Nachfrageanstieg vermeldet Sony, deren Touch Edition die Erwartungen bei weitem übertreffen. „Die große Verschiebung von analog nach digital passiert im Lesebereich“, so Steve Haber von Sony. Im Gegensatz zum Nook ist die Touch Edition von Sony bereits in Deutschland zu kaufen.

Mit dem Nook startet Barnes&Noble den Einstieg in den eReader Markt, der im wesentlichen von Amazons Kindle und Sony besetzt ist. Durch eine farbiges Touchscreen-Display setzt man sich jedoch von diesen beiden eReadern ab.

<via bloomberg.com>

Investor erhöht Barnes&Noble Anteile

Nach dem Einstieg des Milliadärs Ron Burkle hat der US-Buchhändler Barnes&Noble Angst vor einer feindlichen Übernahme. Burkles Unternehmen Yucaipa erhöhte zu Beginn dieser Woche seine Barnes &Noble Anteile auf 9,8 Millionen, was einem Anteil von 17% entspricht. Ab dem US-Familienunternehmen wird dieser Einstieg guttun. Obwohl das Managment alles daran setzt, einen 20% von Burkle zu verhindern.

Das Investment hängt wohl stark zusammen mit dem neuen Barnes & Noble eBook-Reader Nook. Der Milliadär Burkle scheint angetan zu sein von diesem neuen Endgerät und der eingeschlagen digitalen Strategie. Und dies bei sinkenden Buchabsätzen. Warum nun das Invest in einen schwindenden Markt?

Marketplace-Mitarbeiter Jeff Tyler erkundigt sich in einem Interview mit David Carnoy von der Technologie Webseite CNET nach Gründen für den Einstieg in eine gefährdete Branche. Das Alleinstellungsmerkmal von Barnes&Noble ist der eReader Nook. Selbst in einer vorverurteilen Branche wie dem amerikanischen Buchmarkt kann man mit solch einem Gerät einer der Top-Player werden. Kurbelt man nun die eBook-Absätze an und macht eBooks profitabel, wird dies sicherlich einen Anschub geben.

Das Beispiel Amazon zeigt, daß dies funktionieren kann und die Kunden warten auf weitere Geräte, die den Markt beleben und dem Platzhirsch Kindle Konkurrenz machen. Dies ist gut für Barnes & Noble und seinen Nook-Reader. Die Auslieferung des Nook verzögert sich zwar etwas, doch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft scheint der Reader in den Regalen zu stehen. Neben dem Amazon Kindle. Der Nook wird mit diesem Rückenwind seinen Platz finden.

Txtr – verbaler Angriff auf Amazon Kindle

Um den Mythos Kindle zu entzerren hat das Berliner Txtr auf seinem Blog einen verbalen Großangriff auf den Platzhirsch von Amazon gestartet. Unter dem Titel „De-Mystifing the Amazon Kindle“ sucht Txtr den direkten Vergleich mit dem Kindle.
Die Situation ähnelt der Presskonferenz eines Boxkampfes, in der man seinen Gegner bereits beim Wiegen versucht zu besiegen. Nur ist dies der Kampf eines (noch) Leichtgewichts Txtr gegen das Schwergewicht Kindle. Bei folgenden Themen versucht Txtr zu punkten:

1. Preis
Txtr behauptet, der Kindle kostet ungefähr 280 Euro. Das ist nicht ganz richtig. Mit Steuern und Versand nach Deutschland liegt man bei ca. 260 Euro, kauft man einen Kindle direkt aus den USA. Für die 60Euro Differenz zu den 319 Euro des Txtr Reader kann man noch ein entsprechendes Ladegerät für europäische Steckdosen kaufen sowie Audiokopfhörer, denn der Kindle ist auch als MP3 Player zu nutzen. Zum Txtr-Hardwarepreis kommen noch die Kosten für ein mobiles Abo, will man das Gerät unterwegs nutzen und Inhalte synchronisieren. Diese ca. 15 Euro kommen monatlich noch on top – im Kindlepreis für die USA bereits enthalten. Kindle hat für den deutschen Markt keinen Mobilfunkbetreiber zur Zusammenarbeit gefunden.

Runde 1 geht klar an Kindle

2. Anzahl Bücher
Amazon wird im Kindle Store die 300.000er Marke in wenigen Tagen durchbrechen. Gut, für deutsche Kindle Nutzer ist die Auswahl an deutschen Kindle eBooks nicht sonderlich groß. Der Txtr-Store hat dagegen aktuell nur 12.000 Titel im Angebot, also nur ein Bruchteil dessen, was Amazon zu bieten hat. Davon sind ca. 25%, also ein Viertel der gelisteten Titel „English Books“. Trotz der zur Buchmesse angekündigten Kooperation mit verschiedenen Verlagen sind viele Titel stand heute noch nicht verfügbar.

Runde 2 geht ebenfalls an Kindle

3. Buchpreis

Bücher kosten bei Amazon zwischen 10-15$. Bedingt durch einen guten Umrechnungskurs auf den ersten Blick günstiger als Bücher im Txtr Store. Korrekt, durch die Buchpreisbindung in Deutschland ist hier (noch) nicht viel Spiel. Amazon vertreibt jedoch reihenweise Bestseller, die im Txtr Store heute noch nicht zu finden sind.

Unentschieden

4. Marktmacht von Amazon
Amazon ist einer der größten Online-Buchhändler der Welt. Ich kenne fast niemanden mehr, der noch nichts bei Amazon bestellt hat. Neben Büchern gibt es heute fast alle Elekroartikel, Spielzeug, Sportbedarf und mehr bei Amazon. Man braucht bei Amazon kein Filialnetz. Txtr wird seinen Txtr-Reader zunächst auf Txtr.com selbst vertreiben um sukzessive weitere Händler anzuschließen. Dies ist ein langer Prozess und nicht jeder Händler wird einen Txtr Reader sofort in seinen Regalen optimal positionieren. Ob und wann welche Händler angeschlossen werden ist nicht bekannt. Hier ein größeres Vertriebsnetzwerk als Amazon aufbauen zu wollen klingt fast schon vermessen.

Runde 4 geht klar an Amazon

5. Zusammenarbeit mit Verlagen
Amazon ist Buchhändler, Txtr ist Hardwarehersteller. Allein dieser Vergleich zeigt dass Amazon es mit hoher Wahrscheinlichkeit leichter haben wird, neue Verlage und Partner an Bord zu holen und alte abzustossen als Txtr. Sicher wird es immer wieder Verlage geben, die auf eine Zusammenarbeit mit Amazon verzichten werden. Ob diese jedoch Titel für den breiten Markt anbieten um eine wirkliche Konkurrenz für Amazon zu werden ist unklar.

Runde 5 für Amazon

Technische Details Kindle Txtr Reader

eBook ReaderKindle2Txtr
Größe (B/H/T)191x135x18mm146x128,2x8mm
Gewicht285g260g
Bildschirm6"6"
Auflösung600x800600x800
TechnologieeInkeInk
Touchscreenneinnein
Graustufen1616
Speicher2GB1GB (SD-Karte)
Internet3G, Whispernet3G/GPRS - Wifi
Blogs/RSSjaja
Akkulaufzeit2 Wochen2 Wochen
eBook-FormateKindle (AZW), MOBI, PRC, TXTPDF, HTML, Office, ePUB, open eBook, RSS feeds
BilderJPEG, GIF, PNG, BMPJPEG, PRC, Powerpoint, RTF
AudioMP3, Audible
in Deutschland erhältlichjaab Dezember
günstigster Preisca. 260 Euroca. 319 Euro
weitere InformationenAmazon.comTxtr.com

Einen klaren Vorteil, den man die Txtr-Leute in diesem Zusammenhang vergessen haben ist das Herzstück des Txtr-Readers, die Plattform txtr.com. Neben Bezahlinhalten besteht dort die Möglichkeit Dokumente mit anderen Nutzern auszutauschen. Die Plattform bietet ein unheimlich großes Potential und genau hier wird man gegenüber anderen eReader-Herstellern punkten können. Eine solche Plattform hat Amazon heute noch nicht. Die Txtr-Plattform bietet tolle Features, wie ds speichern von Webseiten. Thorsten von ereaderwelt.de erklärt, dass Webseiten hier gebookmarkt werden können und diese dann jederzeit über den Reader abrufbar sind.
Leider sind heute erst wenige Nutzer auf der Plattform angemeldet. Der Anspruch des vernetzen Lebens kann hier aber noch weiter ausgebaut werden.

Zusammenfassung

Der Amazon geht als klarer Gewinner dieses Txtr-Angriffs hervor. Bleibt die Frage, warum man im Hause Txtr einen solchen Weg geht. Zumal der Txtr Reader noch gar nicht verfügbar ist und erst wenige Nutzer ihn (z. B. auf der Buchmesse Frankfurt) in der Hand halten konnten. Das riesen mediale Presseecho zur Ankündigung im Oktober scheint verpufft. Die Entmystifizierung des Amazon Kindle endet eher in einer Bloßstellung des Txtr Readers.
Macht man bei Txtr seine Hausaufgaben und schafft es, den Austausch und die Inhalte auf Txtr.com zu erweitern, hat der Hersteller durchaus Potential. Auch die Vernetzung über Twitter könnte besser genutzt werden. Die letzte Meldung ist vom August. Obwohl in der Zwischenzeit doch einiges passiert ist.

Microsoft Courier – doch ein eReader von Microsoft?

Microsoft Tablet PC

Microsoft Tablet PC

Offenbar bastelt man bei Microsoft doch an einem eBook Lesegerät, wie das Heimtechnik-Forum heute unter Bezug auf  Gizmodo berichtet. Bisher waren Berichte darüber von Microsoft Chef Ballmer stets zurückgewiesen worden.
Jetzt sind erste Bilder von einem neuen Gerät aufgetaucht – der Dual Screen Tablet PC könnte mit Sicherheit auch als eBook Reader fungieren.

Das bei Gizmodo veröffentliche Video zeigt eine Animation des Microsoft Courier, der über einen Dual 7“-Touchcreen verfügt. Revolutionär erscheint die Bedienung, die sehr stark an das Display eines iPhone erinnert. Der Multitouchscreen kann mit einem Finger oder Stift bedient werden. Dabei kann auf den beiden Screens gleichzeitig gearbeitet und Inhalte von einer Seite auf die andere verschoben werden. Auch das Surfen im Internet ist mit diesem Gerät möglich. Über eine Statusanzeige auf einem Screen wird die Stärke der Netzwerkverbindung und die Akkulaufzeit angezeigt.
Bisher war das Projekt Courier nur wenigen Microsoft Mitarbeitern bekannt und die jetzt aufgetauchten Bilder des Tablets dürften aus User-Tests stammen, in denen die Nutzer- und Bedienfreundlichkeit des Geräts getestet wird. Noch nicht klar ist, ob das Gerät überhaupt auf den Markt kommen wird.
Das Microsoft Gerät könnte die eReader Welt erneut aufhorchen lassen. Gerade erst hat das Berliner Unternehmen Txtr seinem Konkurrenten Amazon Kindle den Kampf angesagt. Jetzt tauchen aber ganz andere Spieler im Markt auf: Der von Microsoft vorgestellte Tablet PC wurde eigentlich von Apple erwartet. Mit einem Farbdisplay, 2 Bildschirmen, einem Multitouch-Display und modernsten grafischen Anwendungen und Applikationen für das Internet würde Microsoft sehr viel Bewegung in den eReader Markt bringen und sehr viele bisher am Markt verfügbaren eBook Lesegerät in den Schatten stellen.

eReader Markt: Preismodelle der Zukunft

Der eReader Markt ist Bewegung. Gerade hat Vodafone mit der Meldung, eine eigene eReader Plattform im kommenden Jahr zu präsentieren, viel Aufsehen erregt. Diese Meldung dürfte die Mitarbeiter des Berliner eReader Herstellers Txtr mächtig ins Schwitzen bringen.

Der auf der Frankfurter Buchmesse groß angekündigte Txtr-Reader schafft es nur mit größter Mühe noch unter den Weihnachtsbaum einiger (weniger) Kunden. Neben der Lieferengpässe wird Txtr bald eine Antwort auf die Frage liefern müssen, wie lange eine Hochpreis-Strategie für eReader auf Dauer durchsetzbar ist.

Parallel zur Ankündigung der Vodafone-Reader Plattform kam die Meldung, dass Asus ebenfalls im März 2010 einen eBook-Reader auf den Markt bringen wird. Die Vermutung liegt nahe, dass dieser Asus der offizielle Reader von Vodafone sein wird. Bereits seit längerem liefert Asus Netbooks an T-Mobile – diese sind bereits ab 1Euro zu kaufen. Subventioniert wird dieser Preis durch einen Datentarif, mit dem man sich für 24 Monate an T-Mobile bindet. Asus hat Netbook Erfahrung, die wunderbar für die Entwicklung eines eReaders genutzt werden kann.

Auch für eBook Reader wäre ein solches Preismodell sinnvoll. Vodafone könnte damit den eReader-Markt mit einem Kampfpreis aufwecken. Ein niedriger eReader Preis wird subventioniert durch einen Datentarif. Der günstigste Vodafone-Datentarif (für Netbooks) liegt derzeit bei ca. 20Euro, die monatlichen 300MB zum Datendownload reichen für eine reibungslose Versorgung des eReaders mit digitalen Inhalten. Auch deshalb wird man bei Txtr aufhorchen. Der Txtr Reader liegt bei 319 Euro, hinzu kommen ca. 15 Euro monatlich für eine Datenflat und damit deutlich teurer als die Konkurrenz.

Die von Vodafone angekündigte eReader Plattform wird lediglich Mittel zum Zweck sein. Damit wird Vodfone Kunden binden und die Datenübertragung ankurbeln. Dies könnte ein Grund sein, warum Vodafone den Kindle-Deal abgelehnt hat. Alleiniger Zugriff auf die Amazon Plattform macht für ein Unternehmen, welches Datentarife anbietet keinen Sinn.

Spannend bleibt die Frage, wie sich die eReader Hersteller künftig aufstellen. Mittlerweile herrscht eine wahre Inflation an eReader Plattformen: Txtr.com, die Sony-eBook-Seite, Vodafone. Ob eReader Hersteller ihr Geld aus dem Verkauf von eBooks beziehen können ist unwahrscheinlich, sinnvoll sind die Plattformen zur Vernetzung der User und dadurch indirekt zur Bindung ans Unternehmen. Viele Micro-Plattformen werden nebeneinander keinen Bestand haben.
Ist Vodafone´s Weg der richtige für die zukünftige Preisgestaltung der eReader?

Ein iPhone kann man heute zum (fast) gleichen Preis wie einen eReader kaufen. Die funktionalen Unterschiede sind jedoch kaum vergleichbar. Intuitive Bedienbarkeit, Applikationen, Internetanwendungen und vieles mehr machen das iPhone zu einem tollen Begleiter. eReader müssen sich in diese Richtung weiterentwickeln, dann werden immer mehr User bereit sein, auf den eBook-Zug aufzuspringen.

Wenn die Kooperation mit einem Mobilfunkunternehmen nicht der richtige Weg ist, bleibt den Herstellern eine Zusammenarbeit mit den Buch- und Zeitungsverlagen. Amazon liefert seinen Kindle bereits in einem NewYork Times Bundle aus. Aus Kindle-Kaufpreis und dem Preis für ein Jahresabo wird ein Bundlepreis gebildet, der günstiger ist als beide Produkte separat zu kaufen. In Deutschland hindert die Buchpreisbindung eReader Hersteller zu einem solchen Bundling. Wieso gibt es noch keine eReader mit Krimi- oder Romanflatrates? Man könnte damit alle Genres bedienen und den User durch sein individuelles Leseverhalten abholen und ihm eBooks schmackhaft machen. Oder einen Volks-Reader mit einem Bildzeitungs-Abo? Bis dorthin ist es noch ein spannender Weg.

QUE Reader bei Barnes&Noble

Plastic

Neben dem gerade vorgestellten Nook Reader, wird die US Buchhandelskette Barnes&Noble einen weiteren prominenten eBook Reader in ihr Sortiment aufnehmen. In einer kurzen Mitteilung informierten die Que Verantwortlichen heute, daß der auf professionelle Anwender ausgelegte QUE-Reader des deutschen Herstellers Plastic Logic nach seinem Marktstart im Januar 2010 im stationären Handel sowie im Barnes & Noble Webshop auf bn.com zu kaufen sein wird.
Der vor 2 Wochen angekündigte eBook Reader von Plastic Logic wird erst am 07. Januar 2010 auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit einer Höhe von nur ca. 8,5 mm, wird der QUE Reader mit einem sehr großen e-Ink Display ausgestattet sein. Die mit 8.5 x 11 inches (ca. 22x28cm) angegebene Display Größe dürfte den QUE zum größten Touchscreen-eBook-Reader machen. Gespannt darf man auf die Darstellung der Inhalte auf dem e-Ink Display sein. Geräte wie der Sony PRS 600, die auch mit Touchscreen ausgestattet sind, leiden unter der auf dem e-Ink Display integrierten Touchscreen Schicht, die das Lesevergnügen erheblich beeinträchtigen, da Texte in direktem Sonnenlicht oft spiegeln. Auch das Berliner Startup Txtr möchte seine nächste Reader-Generation mit Touchscreen Displays aussatten. Ein neuerer, größerer Txtr-Reader mit Touchscreen könnte technisch zwar bereits gebaut sein, dort will man jedoch durch den Touchscreen keine Kompromisse im Lesevergnügen eingehen, so dass man auf neue Technologie wartet.
Der QUE Reader wird die gängigen eBook-Formate unterstützten und seine Inhalte über WLAN oder 3G beziehen können. Die Vertriebskooperation ist ein weiterer Schritt in der Beziehung zwischen Plastic Logic und Barnes&Noble. Bereits im Frühjahr wurde vereinbart, dass bn.com den Online-Store für den QUE-Reader betreiben wird. Ebenso wird der QUE neben dem gerade angekündigten NOOK-Reader für Barnes&Noble eine große Rolle spielen – der Reader soll für die Kundschaft im stationären Handel gleichwertig präsentiert wird, um auf die Lesebedürfnisse der Kundschaft optimal eingehen zu können.

Genauso wie der NOOK-Reader wird das QUE-Lesegerät zunächst nicht in Deutschland zu kaufen sein.

<News Alert QUE Reader, Bilder von quereader.com>

Vodafone mit eigener e-Reader Plattform zur CeBIT

Wie die Kollegen von Teltarif heute berichten, startet das deutsche Mobilfunkunternehmen Vodafone zur CeBit im kommenden Jahr eine eigene E-Reader Plattform. Vodafone plane eine offene Plattform, an der alle eReader andocken können, die bestimmte technische Standards erfüllen. Nach dem Start von Txtr.com, der Sony-Plattform ist dies nun eine weitere Plattform zur Austausch digitaler Inhalte.
Dieser Schritt von Vodafone ist konsequent. Parallel dazu plant man im Hause Vodafone schon seit längerem einen eigenen eBook-Reader, der eigentlich zur Buchmesse in Frankfurt präsentiert werden sollte. Ein eigenes eBook-Lesegerät ergänzt die mobilen Möglichkeiten und die Nutzung der Datentarife. Umsätze aus Gesprächsminuten brechen immer weiter ein, so dass der Schritt in dieses neue Geschäftsfeld für Vodafone durchaus sinnvoll ist.
“Wir starten mit einer offenen Plattform, weil wir uns nicht von vornherein beschränken wollen”, sagt Hans-Günther Brosius, verantwortlich für Sales E-Reader bei dem Mobilfunker. Laut dem Teltarif Bericht ist zum Start die niedersächsische Mediengruppe Madsack, zu der unter anderem die Hannoversche Allgemeine Zeitung gehört, von Anfang an dabei. Mit Verlagen wie dem Axel Springer Verlag sollen bereits Absichtserklärungen unterschrieben worden sein.
Die Erlöse der eReader-Plattform sollen zwischen Vodafone und den Verlagen gleich geteilt werden. Ähnlich dem Txtr-Reader können Nutzer des Vodafone eReaders die Inhalte der Verlage wie in einem elektronischen Kiosk entsprechend seinen persönlichen Interessen per E-Reader abrufen können.
Wann das von Vodafone geplante eBook-Lesegerät auf den Markt kommt, wurde nicht bekannt. Auch ist nichts über Ausstattung etc. bekannt, dass das Gerät mit hoher Wahrscheinlichkeit ein integriertes WLAN Modem haben wird, ist nach der heutigen Ankündigung fast sicher.

Meter statt Zoll – auch bei eBook Readern

Die Hessische Eichdirektion mahnt Unternehmen zur Verwendung von metrischen Größenangaben, denn im Handel werden Verbraucher oft mit nicht einheitlichen Größenangaben konfrontiert. Vielfach seien Verbraucher verwirrt, wie das Eichamt in seiner Pressemitteilung sagt:

• Ist der 56 cm Fernsehbildschirm größer als der “22 Zoll” Computermonitor mit eingebautem Fernsehempfänger?

• Wie groß ist eigentlich ein “2,8 Zoll” Bildschirm Digitalkamera oder der “3,2 Zoll”-Bildschirm eines Navigationsgeräts?

• Was ist eine “4oz Leiterplatte”?

Hier liegen Verstöße gegen das Einheiten- und Zeitgesetz vor. Nach dem “Gesetz über die Einheiten im Messwesen und die Zeitbestimmung” müssen im amtlichen und geschäftlichen Verkehr Größen in gesetzlichen Einheiten angegeben werden. Für die Größe “Länge” wurde die Einheit Meter festgelegt. Die in diesem Zusammenhang von vielen eBook-Reader Herstellern verwendete Angabe “Zoll” oder “Pixel” zur Beschreibung der Displaygröße ist im genannten Gesetz nicht genannt.

Die Verwendung von anderen als den gesetzlichen Einheiten und damit auch die Verwendung der Angabe “Zoll” ist verboten – allerdings ist die zusätzliche Verwendung von anderen Einheiten gestattet, wenn die Angabe in der gesetzlichen Einheit, also in Meter, hervorgehoben ist. Auch eBook-Reader Hersteller werden von dieser Änderung betroffen sein. Beim Sony PRS 600 müsste die Displaygröße dann zum Beispiel so aussehen: 15 cm (6“)!

Wie lange das Nebeneinander von “Zoll” und “Meter” dann noch gestattet sein wird, bleibt offen. Hersteller und Händler sind aufgerufen, die Beschriftung der Produkte und die Werbung dafür umzustellen. Langfristig wohl auf Angaben in der gesetzlichen Einheit.