Meter statt Zoll – auch bei eBook Readern

Die Hessische Eichdirektion mahnt Unternehmen zur Verwendung von metrischen Größenangaben, denn im Handel werden Verbraucher oft mit nicht einheitlichen Größenangaben konfrontiert. Vielfach seien Verbraucher verwirrt, wie das Eichamt in seiner Pressemitteilung sagt:

• Ist der 56 cm Fernsehbildschirm größer als der “22 Zoll” Computermonitor mit eingebautem Fernsehempfänger?

• Wie groß ist eigentlich ein “2,8 Zoll” Bildschirm Digitalkamera oder der “3,2 Zoll”-Bildschirm eines Navigationsgeräts?

• Was ist eine “4oz Leiterplatte”?

Hier liegen Verstöße gegen das Einheiten- und Zeitgesetz vor. Nach dem “Gesetz über die Einheiten im Messwesen und die Zeitbestimmung” müssen im amtlichen und geschäftlichen Verkehr Größen in gesetzlichen Einheiten angegeben werden. Für die Größe “Länge” wurde die Einheit Meter festgelegt. Die in diesem Zusammenhang von vielen eBook-Reader Herstellern verwendete Angabe “Zoll” oder “Pixel” zur Beschreibung der Displaygröße ist im genannten Gesetz nicht genannt.

Die Verwendung von anderen als den gesetzlichen Einheiten und damit auch die Verwendung der Angabe “Zoll” ist verboten – allerdings ist die zusätzliche Verwendung von anderen Einheiten gestattet, wenn die Angabe in der gesetzlichen Einheit, also in Meter, hervorgehoben ist. Auch eBook-Reader Hersteller werden von dieser Änderung betroffen sein. Beim Sony PRS 600 müsste die Displaygröße dann zum Beispiel so aussehen: 15 cm (6“)!

Wie lange das Nebeneinander von “Zoll” und “Meter” dann noch gestattet sein wird, bleibt offen. Hersteller und Händler sind aufgerufen, die Beschriftung der Produkte und die Werbung dafür umzustellen. Langfristig wohl auf Angaben in der gesetzlichen Einheit.

Welttag des Buches

Heute feiern in ganz Deutschland zahlreiche Buchhandlungen, Schulen und Verlage ein großes Lesefest. Weltweit feiern zum „Welttag des Buches” in diesem Jahr zum 14. Mal über 100 Länder. Beim „Welttag des Buches” engagieren sich über 3.500 Buchhandlungen mit Bücherparties, Märchenstunden oder Vorleseaktionen – ein neuer Rekord. Der Weltbuchtag wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Lesen koordiniert. Die Bildungs- und Kultusministerien der Länder sowie die Deutsche UNESCO-Kommission unterstützen die bundesweite Kampagne.

„Der Welttag erinnert daran, wie wichtig auch in Zeiten des Internets das Buch ist. Informationen werden kürzer und immer schneller konsumiert”, sagt der Generalsekretär Deutschen UNESCO-Kommission Roland Bernecker.

Begleitet wird der „Welttag des Buches” von einer Gutschein-Aktion. Buchhandlungen in ganz Deutschland verschenken an Schüler über eine Million Exemplare des Buches „Ich schenk dir eine Geschichte”.  Der Internetbuchhändler Libri.de legt außerdem jeder Bestellung am 23. April den Geschichtenband „Ich schenk Dir eine Geschichte” gratis ins Versandpaket.

Im Gratisbuch „Ich schenk Dir eine Geschichte” erzählen renommierte Autoren spannende Abenteuergeschichten: Von einer Gruselnacht in einem Hotel in den Bergen oder von einem Schiffsjungen, der auf die große Reise darf. Eine Begegnung in Jerusalem ist ebenso Bestandteil wie ein Zeltausflug in den Wald mit überraschenden Entdeckungen. Die Geschichten laden ein in das Abenteuer Lesen einzutauchen.

Libri.de startet eBook-Download

Die Internet-Buchhandlung Libri.de hat heute ein komplettes Sortiment an eBooks zum Download freigeschaltet. Alle eBooks sind für den neuen eBook-Reader von Sony, den PRS 505 zum Download freigeschaltet. Das entspricht dem vor Wochen angekündigten Marktstart  11. März (connect online berichtete). Sony´s eBook Reader ist für rund 300 Euro auf Libri.de erhältlich.

Die aktuelle Titelauswahl enthält Bestseller in dem für das eBook passende EPUB-Format. Darunter befindet sich unter anderem die aktuelle Nummer 1 “Spiegel”-Bestsellerliste “Bis(s) zum Ende der Nacht” von der Erfolgsautorin Stephenie Meyer.

Neben weiteren drei Bestsellern von Stephenie Meyer stehen auch die Bestseller „Im Winter der Löwen „ von Jan Costin Wagner, „Außer Dienst” vom Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt , oder „Die Tore der Welt” von Ken Follett zum Download im EPUB-Format bereit.

Weitere aktuelle Titel sind unter anderem “Sorry” von Zoran Drvenkar (Ullstein), “Erinnerungen an meinen Porsche” von Bodo Kirchhoff (Hanser), “Der Crash des Kapitalismus” von Ulrich Schäfer (Campus), “Weltenträumer” von Sergej Lukianenko (Heyne) und “Frostnacht” von Arnaldur Indridason (Lübbe).

Libri.de liefert die eBooks nach eigenen Angaben mit dem neuesten DRM-System von Adobe aus um den Urheberrechtsansprüchen von Verlagen und Autoren gerecht zu werden. Dies bedeutet, daß jedes eBook im EPUB-Format auf sechs verschiedenen Endgeräten aktiviert werden darf, private Sicherheitskopien sind erlaubt. eBooks im EPUB-Format können nicht ausgedruckt und Textpassagen nicht kopiert werden.

Kunden von Libri.de sollen zukünftig bereits am Erscheinungstag eines Buches die Wahl haben, ob sie das Exemplar gedruckt oder zum sofortigen Download als eBook beziehen möchten.

eBooks: Mein Kampf kurzzeitig auf Amazons Bestseller-Liste

Kurzzeitig auf den ersten Platz der Amazon eBook Bestseller Liste schaffte es das seit Jahren verbotene Buch „Mein Kampf” von Hitler. Vermutlich war ein Datenbankfehler schuld daran, dass dieses Buch in den Amazon Kindle Verkaufscharts ganz oben stand.

Laut CNet News erschien der Titel nur ganz kurz an oberster Stelle, bis er wieder verschwand. Trotzdem gelang es, einen Screenshot der Amazon Kindle Charts zu  machen:

Screenshot der Amazon Kindle Bestseller-Liste

Amazon Kindle Bestseller Liste

Die Kindle Edition von „Mein Kampf” ist keineswegs kostenlos. Aktuell gibt es 2 Ausgaben. Eine für $1,58 und eine für $1,58. Ein kleine Anmerkung noch zum 65/35 Split des Verkaufspreises, den Amazon mit seinen Herausgebern vereinbart hat:  Amazon verdient an jedem Verkauf der eBook Ausgabe von „Mein Kampf” ca. 89 Cents und es besteht die Möglichkeit, dass Amazon mit „Mein Kampf” mehr Geld verdient als mit anderen Titeln der Kindle-Bestseller-Liste, die für $9,99 verkauft werden.

eBooks halten Einzug in Stadtbibliothek Mannheim

Als erste Bibliothek in der Metropolregion Rhein-Neckar bietet die Stadtbibliothek Mannheim ihren Lesern eBooks an. Ab Freitag, den 20. März, stehen  in der Zentralbibliothek in der Mannheim Innenstadt zwei Geräte zur Verfügung, die von neugierigen Lesern getestet werden können. Bibliotheks-Chef Jahre: “Bibliotheken sind heute mehr als Bücher. Unsere Leserinnen und Leser nutzen bereits sehr rege unsere Angebote moderner Medien – wir wollen Ihnen mit der Einführung der eBook-Reader die aktuelle Entwicklung so schnell wie möglich zugänglich machen. Unsere Kunden können besser beurteilen, ob das Medium Zukunft hat.”. Die beiden eBook-Lesegeräte können Interessierte gegen Vorlage des Benutzerausweises und des Personalausweises innerhalb der Bibliothek testen und ausprobieren.

Wer den eBook-Reader ausprobiert, findet darauf eine Fülle aktueller Literatur. Sieben Leseproben sind laut Stadtbibliothek auf den mobilen eBook-Lesegeräten bereits vorinstalliert. Darunter aktuelle Titel wie Richard Brechts “Wer bin ich und wenn ja wie viele” sowie zwei weitere komplette Bücher. Darüber hinaus sollen noch weitere  Ratgeber zu aktuellen Themen aufgespielt werden. “So hat man den direkten Vergleich zwischen Romanen und Fachliteratur”, erklärt ein Bibliothekssprecher.

Übrigens, die Stadtbibliothek ist an den Erfahrungen ihrer Kunden sehr interessiert: Derjenige   Tester, der die besten Tricks und Kniffe im Umgang mit dem eBook-Reader verrät, wird mit einem Jahr kostenloser Mitgliedschaft in der Bibliothek belohnt.

eBooks – Google schenkt Sony 500.000 Bücher

Google verschenkt BücherSony hat für sein eBook Lesegerät einen großen Coup gelandet. Durch eine Patenschaft mit dem Suchmaschinen-Giganten  Google ist Sony auf einen Schlag mit einer riesigen Bibliothek ausgestattet. Zu den Titeln,  deren Urheberrecht abgelaufen ist  und die von Google digitalisiert wurden, gehören etwa Romane von Charles Dickens (“A Tale of two Cities”), Werke aus der Antike sowie zahlreiche weitere Romane in deutscher, französischer und spanischer Sprache.  Die kann man künftig digital lesen – kostenlos.

Ab sofort  werde es in den USA 500.000 Bücher für den Sony eReader geben, in Europa einige weniger, aber immer noch “Hunderttausende” kündigte Sony an.  Mit dieser Vereinbarung wird Sonys eLesegerät  mit großen Schritten zu Amazons eLesegerät Kindle aufschließen können – zumindest, was die Größe der verfügbaren digitalen Bibliothek angeht. Für den Kindle von Amazon gibt es ungefähr 600.000 Bücher zum Download, vorwiegend in den USA.

Die Bücher liegen schon jetzt bei Google Books als PDF vor. Nun wird Google die Werke laut Sprecherin Jennie Johnson  im E-pub-Format (Electronic Publication) zur Verfügung stellen, so das sie sich auf speziellen eBook Lesegeräten wie dem Sony Reader besser darstellen lassen. Die Dateien müssen über einen PC heruntergeladen und von dort auf das elektronische Lesegerät übertragen werden. Kindle-Bücher werden über eine Drahtlosverbindung direkt auf das Gerät überspielt.

Die digitalen Bücher können in den Vereinigten Staaten ab sofort kostenlos über den eBook-Store von Sony heruntergeladen werden – in Deutschland ist das Angebot bislang nicht verfügbar, da Sony hier mit dem Buchhandel zusammenarbeitet und keinen eigenen Online-Shop für digitale Bücher betreibt.

Damit man sie auf Handys mit dem Google-Betriebssystem Android lesen kann. Wurden viele der bei Google Books durchsuchbaren Bücher bereits mit einer speziellen Software in Textdateien überführt, nur folgerichtig, die Dateien nun auch für andere Geräte zur Verfügung zu stellen.

eBook-Portal Libreka im Test

Libreka wurde vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vollmundig als Such- und Kaufmaschine für eBooks angepriesen. Auf Basis der Kritik auf Spiegel-Online haben wir den Shop auf Herz und Nieren aus Kundensicht getestet.

Im Kern ist der ebook-Shop in der aktuellen Version ein Usability-Desaster; vor allem im Vergleich mit etablierten Buchshops. Der Hauptgrund liegt in der Schwierigkeit die Bücher zu finden, die man gerne hätte.

Obwohl Libreka als “der Volltextfinder” positioniert ist, finden sich sehr selten in den ersten Treffern genau die Bücher, die man eigentlich sucht. Vermutlich liegt auch genau da das Problem. Wir haben mit den gleichen Suchbegriffen bei Amazon getestet. Und siehe da, alles wunderbar! Meist an erster Stelle, das von uns gesuchte Buch.

Auch die noch nicht optimale Usability im Kaufprozess (der Spiegel berichtet sogar von einer Verkaufsverhinderungsplattform) konnten wir nachvollziehen. Der Kaufabschluss ist dann allerdings sehr positiv.  Leser berichten, dass der anschließende Download in der Regel reibungslos funktioniert.

Fazit: Libreka ist im Grunde eine gute Idee. In der Umsetzung sehen wir derzeit erhebliche Mängel. Der eBook-Shop ist keinesfalls auf einer Höhe mit Amazon oder anderen Händlern. Es ist auf jeden Fall “Nachbessern” gefragt. Ansonsten sehen wir für Libreka wenig Zukunft!