Folt Me – Faltbares Display für eReader?

fold-me-möglichkeiten-des-faltens

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Die meisten eReader heute haben einen einfachen Screen, mal größer, mal kleiner. Meist schon mit Touch-Funktion, die mal mehr und mal weniger gut funktioniert. Paperus hat schon eine Idee vorgestellt, wie ein eReader der Zukunft aussehen kann. Eine weitere Idee mit dem Namen Fold Me haben Studenten der Uni Darmstadt entwickelt.

“We explore the design of such devices by investigating different types and forms of folding as well as a set of interaction principles and techniques.”

Dort hat man den Prototyp eines Screens entwickelt der faltbar ist wie ein Buch. Das Display kann in alle Richtungen gefaltet werden, ist überall beschriftet und kann über eine Touchscreen Funktion verfügen. Der User kann selbst über die Größe des Displays entscheiden:

Im Video sieht man lediglich die Idee, ob dieses System jemals umgesetzt werden kann ist fraglich, sicherlich eine Frage des Preises und vor allem des Materials, welches keinesfalls durch den Dauerbetrieb brechen darf.

Den kompletten Versuchsaufbau kann man in einer PDF hier nachlesen.

Bild aus der PDF: http://atlas.tk.informatik.tu-darmstadt.de/Publications/2011/TEI-Khalilbeigi-FoldMe.pdf

Paperus eReader der Zukunft

Beim Namen Paperus denkt man sofort an die Papyrus. In der Antike mit der ähnlichen Funktion ausgestattet wie heute das Papier. Über die deutsche Firme Paperus ist noch viel bekannt – auch die Webseite ist noch weiß und kündigt mit “The new star will be born” etwas großes an.

Was das sein kann man dann in einem Video auf Paperus-Youtube Channel bestauen. Dort ist ein völlige Abkehr vom traditionellen eBook Reader zu sehen. Der Prototyp eines Lesegerätes der dort vorgestellt wird erinnert stark an eine Rolle wie sie in der Antike als Papyrus-Rolle verwendet wurde. Zum Lesen rotiert man diese Rolle nach vorne oder hinten und nutzt keine Seitenblättern-Funktion. Es gibt keine Buttons, navigiert wird durch Druck auf die Linke oder Rechte Seite.

Ist das alles nur Zukunftsmusik oder hat solch ein Reader ein berechtigte Chance?

eReader Markt: Preismodelle der Zukunft

Der eReader Markt ist Bewegung. Gerade hat Vodafone mit der Meldung, eine eigene eReader Plattform im kommenden Jahr zu präsentieren, viel Aufsehen erregt. Diese Meldung dürfte die Mitarbeiter des Berliner eReader Herstellers Txtr mächtig ins Schwitzen bringen.

Der auf der Frankfurter Buchmesse groß angekündigte Txtr-Reader schafft es nur mit größter Mühe noch unter den Weihnachtsbaum einiger (weniger) Kunden. Neben der Lieferengpässe wird Txtr bald eine Antwort auf die Frage liefern müssen, wie lange eine Hochpreis-Strategie für eReader auf Dauer durchsetzbar ist.

Parallel zur Ankündigung der Vodafone-Reader Plattform kam die Meldung, dass Asus ebenfalls im März 2010 einen eBook-Reader auf den Markt bringen wird. Die Vermutung liegt nahe, dass dieser Asus der offizielle Reader von Vodafone sein wird. Bereits seit längerem liefert Asus Netbooks an T-Mobile – diese sind bereits ab 1Euro zu kaufen. Subventioniert wird dieser Preis durch einen Datentarif, mit dem man sich für 24 Monate an T-Mobile bindet. Asus hat Netbook Erfahrung, die wunderbar für die Entwicklung eines eReaders genutzt werden kann.

Auch für eBook Reader wäre ein solches Preismodell sinnvoll. Vodafone könnte damit den eReader-Markt mit einem Kampfpreis aufwecken. Ein niedriger eReader Preis wird subventioniert durch einen Datentarif. Der günstigste Vodafone-Datentarif (für Netbooks) liegt derzeit bei ca. 20Euro, die monatlichen 300MB zum Datendownload reichen für eine reibungslose Versorgung des eReaders mit digitalen Inhalten. Auch deshalb wird man bei Txtr aufhorchen. Der Txtr Reader liegt bei 319 Euro, hinzu kommen ca. 15 Euro monatlich für eine Datenflat und damit deutlich teurer als die Konkurrenz.

Die von Vodafone angekündigte eReader Plattform wird lediglich Mittel zum Zweck sein. Damit wird Vodfone Kunden binden und die Datenübertragung ankurbeln. Dies könnte ein Grund sein, warum Vodafone den Kindle-Deal abgelehnt hat. Alleiniger Zugriff auf die Amazon Plattform macht für ein Unternehmen, welches Datentarife anbietet keinen Sinn.

Spannend bleibt die Frage, wie sich die eReader Hersteller künftig aufstellen. Mittlerweile herrscht eine wahre Inflation an eReader Plattformen: Txtr.com, die Sony-eBook-Seite, Vodafone. Ob eReader Hersteller ihr Geld aus dem Verkauf von eBooks beziehen können ist unwahrscheinlich, sinnvoll sind die Plattformen zur Vernetzung der User und dadurch indirekt zur Bindung ans Unternehmen. Viele Micro-Plattformen werden nebeneinander keinen Bestand haben.
Ist Vodafone´s Weg der richtige für die zukünftige Preisgestaltung der eReader?

Ein iPhone kann man heute zum (fast) gleichen Preis wie einen eReader kaufen. Die funktionalen Unterschiede sind jedoch kaum vergleichbar. Intuitive Bedienbarkeit, Applikationen, Internetanwendungen und vieles mehr machen das iPhone zu einem tollen Begleiter. eReader müssen sich in diese Richtung weiterentwickeln, dann werden immer mehr User bereit sein, auf den eBook-Zug aufzuspringen.

Wenn die Kooperation mit einem Mobilfunkunternehmen nicht der richtige Weg ist, bleibt den Herstellern eine Zusammenarbeit mit den Buch- und Zeitungsverlagen. Amazon liefert seinen Kindle bereits in einem NewYork Times Bundle aus. Aus Kindle-Kaufpreis und dem Preis für ein Jahresabo wird ein Bundlepreis gebildet, der günstiger ist als beide Produkte separat zu kaufen. In Deutschland hindert die Buchpreisbindung eReader Hersteller zu einem solchen Bundling. Wieso gibt es noch keine eReader mit Krimi- oder Romanflatrates? Man könnte damit alle Genres bedienen und den User durch sein individuelles Leseverhalten abholen und ihm eBooks schmackhaft machen. Oder einen Volks-Reader mit einem Bildzeitungs-Abo? Bis dorthin ist es noch ein spannender Weg.

Entwicklungen im eReader Markt

Gestärkt durch den Erfolg und die Popularität des Amazon Kindle kommen zahlreiche eReader-Hersteller wie Sony, Asus, Toshiba oder iRiver in diesem Jahr oder Anfang 2010 mit neuen Geräten auf den Markt.

Das derzeitige Schwergewicht am Markt, der Amazon Kindle, hat das Fass ins Rollen gebracht. Als im November 2007 der erste Kindle auf den Markt kam, war das Lesen von eBooks noch ein Novum. Heute sind bereits mehr als 400.000 eBooks im Kindle Store erhältlich, geschätzte 3 Millionen Kindle-Geräte sind schon verkauft – der Launch des Kindle DX soll dazu beitragen, die Kindle Absatzzahlen bis 2011 zu verdoppeln.

Auch Sony ist ein Schwergewicht in fast allen Märkten in denen Sony präsent ist. Auch im eBook-Segement wird dies so sein. Mit den PRS 700 und PRS 505 hat Sony bereits 2 eBook-Reader im Programm,  jetzt wurden 3 weitere Geräte angekündigt, die noch in 2009 erhältlich sein sollen. Mit einem Preispunkt von knapp unter 200$ wird der PRS 300 als Pocket Edition mit dem Amazon Kindle vergleichbar sein. Die Touch-Edition PRS 600 wird Sony zu einem ähnlichen Preis wie den Kindle 2 auf den Markt bringen. Der PRS 300 und der PRS 600 eBook-Reader werden voraussichtlich ab Oktober auch in Deutschland erhältlich sein. Ein weiterer Sony-Reader wird als Drahtlosversion zum Weihnachtsgeschäft 2009 erwartet.

Der taiwanesische Netbook-Hersteller Asus wird neben Sony und Amazon künftig auch im eReader Geschäft mitmischen. Hier wurde ein preisgünstiger eBook-Reader angekündigt, der mit 2 Bildschirmen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Diese 2 Bildschirme sollen das Lesegefühl eines echten Buches vermitteln.

Ebenfalls neu wird ein eBook-Reader aus Korea sein. Mit dem eReader Story drängt der koreanische Hersteller iRiver auf den eBook-Markt. Wie der Amazon Kindle soll dieses Gerät mit einer Tastatur ausgestattet sein. Wann der Verkauf der iRiver Story Geräte in Deutschland starten soll ist derzeit noch ungewiss.

Zur Buchmesse in Frankfurt im Oktober erwartet man sowohl von Txtr als auch vom Mobilfunker Vodafone einen eBook-Reader. Wie das Gerät aussieht wird mit Spannung erwartet: Ankündigungen zufolge soll der Vodafone Reader jedoch mit dem Amazon Kindle DX vergleichbar sein.

Der Anteil an eBooks im gesamten Büchermarkt ist in Deutschland noch gering. Die Zugkraft des Kindle sowie der Markteintritt von neuen eReader-Herstellern wie Sony, Asus oder Vodafone werden dazu beitragen, dass sowohl Endgerät- als auch eBook-Verkäufe deutlich nach oben gehen und eReader Einzug in unseren Alltag halten werden.

eBooks über mobile Netze

Der US-Mobilfunkspezialist Sprint Nextel  plant zukünftig Kapazitäten seines Mobilfunknetzes an Hardware-Hersteller vermieten, berichtet das Wall Street Journal. Daher führt die Nummer drei der Mobilfunk-Carrier in den USA derzeit Gespräche mit verschiedenen Herstellern wie Eastman, Garmin, SanDisk und Kodak  um mobile Internet-Zugangsservices für die entsprechenden Geräte der Firmen über Mobilfunknetze zur Verfügung zu stellen. Wird eine Einigung erreicht, wird Sprint sein Mobilfunknetz den Herstellern zur Verfügung stellen und im Gegenzug Gebühren auf Basis des Nutzungsgrads zu erheben, so das Wall Street Journal.

Sollten die Verhandlungen von Sprint Nextel mit den Unternehmen erfolgreich sein, könnte der Mobilfunkspezialist weiter in einem vergleichsweise neuen Geschäftsfeld expandieren. Bereits heute stellt Sprint Nextel für den eBook-Reader Kindle aus dem Amazon.com – eBook Store Netzwerkzugangsservices zur Verfügung. Via Funk können sich Kindle-Nutzer direkt neue digitale Bücher auf Ihr Gerät herunterladen.