US-Autoren publizieren exklusiv bei Kindle&Co

Eigene Wege schlagen derzeit zahlreiche US-Autoren neue Wege ein. Die Allianz aus mehreren im Book-View-Cafe-Blog (BVC) organisierten Schriftsteller kehrt dem klassischen Verlagsgeschäft den Rücken und vermarktet seine Bücher direkt, z. B. über Amazons Kindle oder das Sony-Reader Programm. Die Gruppe, die sich auf Twitter als “Twenty-plus professional authors offering free online reads and more” beschreibt gehöhren renommierte Autoren wie Ursula K. Le Guin, Vonda N. McIntyre sowie Bestseller-Kandidaten wie Sarah Smith und Laura Anne Gilman – alle vorwiegend aus der Science Fiction Szene.

Da die Honorare für Autoren trotz sinkender Herstellerkosten für eBooks nicht steigen, versucht die BVC-Gruppe eine Stufe in der Wertschöpfungskette auszulassen und publiziert seine Titel über eine ePublishing Plattform selbst. Die Arbeit der Verlage wird außen vor gelassen. „Die E-Publishing Infrastruktur steht inzwischen. Wir BVC-Autoren haben sowohl Inhalte als auch die nötige Erfahrung um davon vollständig zu profitieren“, erklärt die Projektmanagerin und Autorin Sarah Zettel. Zu Beginn haben die Autoren eine Anthologie unter dem Namen „Rocket Boy and the Geek Girls“ exklusiv für den Amazon Kindle vorgelegt.

Auch für deutsche Autoren dürfte dieses Direktvermarktungsmodell interessant werden. In Deutschland sind bei Hardcoverausgaben Honorare von acht bis zehn Prozent des Nettoladenpreises üblich, bei Taschenbüchern gibt es acht Prozent erst ab einer Auflage von 100.000, schreibt Ansgar Warner von e-book-news.de. Bei eBooks sieht die Gewinnspanne für die Autoren deutlich besser aus. Amazon gibt 50% seines Gewinns an die Schriftsteller ab, dies ist für Autoren durchaus lukrativer.

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